Beziehungsbilanz

Für mich setzt sich jede Beziehung aus verschiedenen Faktoren zusammen, deren Summe dann innerhalb der Beziehung zufrieden macht oder eben – unzufrieden und zur Trennung führt. Solche Beziehungsfaktoren können sein:

  • Vertrautheit
  • Verlässlichkeit
  • Nachhaltigkeit und Kontinuität
  • Wirtschaftliche Gründe
  • Sexualität
  • Erotik
  • Sinnlichkeit
  • usw.

Jeder von uns gewichtet die einzelnen Punkte anders. Legt mehr Wert auf das Eine oder das andere. Und im Idealfall ergeben alle Punkte zusammengezählt 100 Prozent – eine wahrlich erfüllte und erfüllende Beziehung.

Mit wieviel Prozent geben Sie sich zufrieden?

Spannend wird es aber dann, wenn eben nicht 100 Prozent erreicht werden. Sondern der Wert deutlich darunter liegt. Und es kriselt. Und Sie sich über den Fortbestand Ihrer Beziehung Gedanken machen. Dann kann es hilfreich sein zu schauen, wieviel Prozent Ihre einzelnen Punkte denn einnehmen (Gewichtung) und wo denn bei Ihnen die Untergrenze der Punkte liegt, an denen es sich lohnt, die Beziehung weiterzuführen. Sind das 50 Prozent Zielerreichung, oder 75 Prozent? Wiegt Liebe & Sexualität mehr, als Vertrauen und Verlässlichkeit. Wieviel Platz nehmen die wirtschaftlichen Punkte ein? Und was sind Ihnen die einzelnen Punkte wert? Auf welche können Sie verzichten, welche stehen absolut nicht zur Diskussion?

Viel Spaß beim Gewichten Ihrer persönlichen Beziehungsbilanz…..

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Autor: Volker Hepp, erstellt am 29. Juli 2010, 0 Kommentare

Geht der Teilzeitmann?

Nimmt man die Gleichstellung ernst, dann eröffnen sich nicht nur für Frauen, sondern gerade auch für Männer neue Chancen, Handlungsspielräume und Lebensentwurfsmöglichkeiten – vor allen in der Arbeitswelt. Eine Alternative z.B. ist die, zugunsten von mehr Freizeit & Familie nur noch Teilzeit zu arbeiten. Eben auch mit der Konsequenz, dass er sich damit in der heutigen Arbeitsweltrealität von Karrierechancen meistens abkoppelt.

Oft wird sich “männlich” rational und oft auch aus ökonomischen Gründen dagegen entschieden und die Weisheit “Arbeit ist nur das halbe Leben” ignoriert. Die Konsequenz daraus lässt sich in den medizinischen Statistiken nachlesen und ist unter anderem sehr oft eine starke Vernachlässigung der familiären und außerberuflich sozialen  Bindungen und eben die schon erwähnten gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Aber – dafür stoßen sie dann auch nicht auf Vorurteile und Hindernisse im Beruf. Ein Kompromiss bzw. ein Weg mit Folgen.

Durch die Entscheidung manövriert Mann sich aber auch in eine Art Sandwichposition mit den Spagaten

  • Beruf vs. Freizeit|Familie
  • Beruf vs. aktive Vaterschaft
  • Beruf vs. Erwartungen durch den Partner

um nur drei dieser Positionen aufzuzählen. Jetzt könnte man sagen, dass die Arbeitswelt noch nicht ausreichend auf männliche Arbeitskräfte vorbereitet ist, die ihre aktive Vaterschaft leben wollen. Auf der anderen Seite beginnt ein Weg meistens mit dem ersten Schritt, den man selbst tut, anstatt auf Veränderung der anderen Seite zu warten….

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Autor: Volker Hepp, erstellt am , 0 Kommentare

Zu alt fürs Coaching?

Gibt es denn ein Alter, bis zu dem sich Coaching lohnt? Oder einen Lebensabschnitt, bei dem es noch maximal wirksam sein kann? Ich erlebe es in letzter Zeit öfters, dass auch ältere Menschen ins Coaching kommen, aus ganz verschiedenen Kontexten heraus. Sei es, dass es in der Partnerschaft nicht mehr stimmt, dass man(n) keine Freunde mehr hat, mit denen man etwas tiefergehende Gespräche führen kann oder ganz einfach – um sich eine neutrale Meinung zu holen zu einem Thema, das einem unter den Nägeln brennt.

Für mich gibt es da keine Altersgrenze oder Lebensabschnitte, nach deren Erreichen man kein Coaching mehr braucht. Vielmehr finde ich es sehr mutig, sich mit Ende 60 nochmals der Frage zu stellen, ob man seine verbleibenden Jahre mit etwas oder jemanden verbringen möchte, bei dem man das Gefühl hat, dass er/es eher belastet als Freude bringt. Oder sich mehr inneren Frieden wünscht, als das bisher der Fall war. Oder gemeinsam mit dem Coach die Angst ergründet, die einen befällt, wenn man zum Beispiel in der Partnerschaft eine Trennung erwägt und herbeiführt.

Oder sich nach einer schweren Krankheit begleiten lässt, um sprichwörtlich auch im seelisch und mentalen Bereich wieder auf die Beine zu bekommen. Da gibt es viele Themen ohne Alterslimit, wobei mir auffällt, dass wir doch immer wieder bei einem der menschlichen Hauptthemen landen – Bindung und Beziehung. Und auch hier eine zufriedenstellende Lösung herbeizuführen ist an kein Alter gebunden. Das geht jederzeit.

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Autor: Volker Hepp, erstellt am 26. Juli 2010, 1 Kommentar

Für mehr Männergesundheit

Auch Männerkörper funktionieren noch nicht so, dass man sie am Morgen in der Werkstatt abgeben kann und nachmittags repariert wieder holen. Sie bedürfen Pflege und Vorsorge, damit irgendwann mal das statistische Mittel von 7 Jahre früher sterben als die weibliche Bevölkerung sich aneinander annäheren kann – positiv wohlgemerkt. Eine wunderbare Zusammenfassung zum Thema hat mein Kollege Roland Kopp-Wichmann auf seinem Persönlichkeits-Blog veröffentlicht.

Mit vielen weiterführenden Links und so gut geschrieben, dass ich das weder topppen möchte noch könnte. Also auf zu Roland Kopp-Wichmann`s Persönlichkeits-Blog!

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Autor: Volker Hepp, erstellt am 23. Juli 2010, 0 Kommentare

Paarcoaching

Bei einer der letzten Offenen Abenden fiel es mir wieder auf: Ein Paar kam zu uns, hatte ein Problem mit sich, das immer wieder auftaucht, immer wieder abtaucht – also latent da ist, wenn nicht offensichtlich, dann in den Köpfen. Wir haben die Beziehungsdynamik in den Raum gestellt – ohne lösen zu wollen, sondern nur um zu schauen, wo und in welche Richtung es geht. Die Frau war immer wieder von ihrer Situation überfordert und rutschte aus einer Überaktivierung in die Erschöpfung; während der Mann anfänglich helfen und beruhigen wollte und dann ganz starr und hilflos wurde, als er seine Partnerin in der Erschöpfung mitbekam.

Soweit so gut. Klassische Situation und wie könnte es weiter gehen. Wichtig für mich war, dass beide erkannt haben, dass hier jeder seinen Teil zum Beziehungstanz beiträgt. Dass jeder “Vorbelastungen” mit sich bringt, die ihn in gewissen Situationen hilflos machen – der eine erstarrt und die andere erschöpft. Und dass diese Situationen eigentlich nichts mit der Partnerschaft zu tun haben, sondenr auch in jedem anderen Kontext stattfinden können. Und hier liegt auch der Schritt zur Besserung aus der Erkenntnis heraus – es hat nichts mit der Partnerschaft zu tun, sondern ich persönlich muss etwas für mich und meiner Vergangenheit tun, damit ich in der Gegenwart kraftvoller alleine und|oder mit Partner leben kann. Vom Paarcoaching also hin zum Einzelcoaching oder zur begleitenden therapeutischen Unterstützung.

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Autor: Volker Hepp, erstellt am 20. Juli 2010, 0 Kommentare