Wie entscheide ich mich?

Generell gibt es ja viele Möglichkeiten, sich zu entscheiden oder nicht zu entscheiden, wenn man z.B. unter Aufschieberitis ‘leidet’. Und manchmal hilft es einem auch zu erkennen, dass man sich in jedem Fall entscheidet, auch wenn man sich für die Nicht-Entscheidung entschieden hat und in dem Zustand verbleibt, den man gerade hat. Interessant dabei ist auch, sich selbst zu beobachten, ob man sich eher

  • für etwas
  • gegen etwas

entscheidet. Also “hin zu” oder “weg von” einer Sache, einem Menschen oder einem Ereignis. Und eine noch weitere Unterscheidung ist die Beobachtung, ob ich mich eher

  • aus Angst
  • aus Freude bzw. Liebe

für etwas entscheide.  Und vielleicht machen Sie vor Ihrer nächsten Entscheidung einfach mal eine kleine Pause. Und überlegen sich, bevor Sie Ihre Wahl treffen, ob Sie diese eher dafür| dagegen und aus Angst|aus Freude treffen. Und wenn es eher aus dem dagegen|aus Angst heraus kommt, dann können Sie sich weiter fragen, worin gerade Ihr Mangel und Ihre Begrenzung besteht und was Ihnen aktuell fehlt, um aus dem Zustand des Mangels, der Angst und der Begrenzung heraus zu kommen, bevor Sie Ihre Entscheidung treffen. Viel Spaß!

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Autor: Volker Hepp, erstellt am 17. Juli 2010, 1 Kommentar

Zu sich selbst stehen

“Sein Leben leben” heißt es so schön klassisch. Doch für viele stellt sich die Frage “Wie ist mein Leben” und wie bin ich selbst und wie gehen dann die anderen mit mir um, wenn ich ich selbst bin. Jeder Mensch ist anders als der andere Mensch, das merken wir im täglichen Umgang miteinander. Und trotzdem haben viele Menschen ihre Probleme damit, das zu leben, was in ihnen steckt, weil es ja auch von den anderen trennt. Und Kraft kostet, diese Individualität und das Anderssein durchzuhalten. Das ist der Preis dafür.

Und dennoch steckt viel Kraft drin, wenn ich ganz ich bin. Wenn ich neugierig und laut sein darf (obwohl meine Eltern das nicht so gerne haben), wenn ich Dinge ausprobieren kann (obwohl meine Mutter immer Angst um mich hatte) und und und. Auf einmal tun sich tausend verschiedene Möglichkeiten auf, die keine Anstrengung kosten, weil ich aus mir selbst Kraft schöpfe. Kraft daraus, dass meine beiden Beine fest auf dem Boden stehen und ich ganz hier sein kann – ohne mir darüber Gedanken zu machen, wie ich mein Verhalten vor meinen inneren Kritikern rechtfertige bzw. endlose Diskussionen mit ihnen führe.

Und viele dieser “inneren Kritiker” sind nichts anderes als die Stimmen unserer primären Bezugspersonen, die wir – gute & gelehrige Kinder die wir sind – irgendwann einmal komplett übernommen und verinnerlicht haben. So dass unsere Bezugspersonen irgendwann nicht mal mehr etwas sagen mussten – wir haben es von vorne herein automatisch gemacht. Unsere inneren Stimmen haben uns hier sehr gut in der Spur gehalten…..

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Autor: Volker Hepp, erstellt am 14. Juli 2010, 0 Kommentare

Wo die Falle manchmal zuschnappt

Ja, Frauen und Männer sind in der Kommunikation unterschiedlich. Und tun sich deshalb manchmal etwas schwer, sich gegenseitig zu verstehen. Was passiert hier aber bei Frauen in beruflichem Kontext? Dadurch, dass sie aufgrund ihrer Sozialisation eher “konsensorientiert” sind, vielmals auch dazu angehalten (erzogen) wurden, nett und freundlich zu sein, schaffen sie es oft nicht, mit einer gewissen Härte dann zu antworten, wenn der Gegenwind sehr kräftig ist. Sie kommen sprichwörtlich nicht an ihre Wut heran, um diese für ein standhaftes Kontra nutzen zu können. Und hier schnappt die Falle zu. Ende Gelände.

Und dennoch ist die Wut da, schwelt irgendwo unter dem freundlichen Lächeln weiter und entlädt sich dann entweder in einem unpassenden Moment viel zu heftig oder rumort so lange intern weiter, bis sie somatisiert und eher in die Krankheit abdriftet. Sehr oft geht es im Coaching für Frauen erst einmal darum, sich selbst einzugestehen, dass man wütend ist. Und dann weiterzugehen, diese Wut nicht nur als eine destruktive Kraft, sondern als eine Kraft zu sehen, die benötigt wird, um sich abzugrenzen und durchzusetzen.

Und im dritten Schritt – nach einem Weg der Eigenbeobachtung – neu zu lernen, diese Wut kanalisiert und zielgerichtet als Kraft einzusetzen. Das können Männer manchmal schon von klein an besser, das Problem mit der “unerkannten Wut” betrifft ebenfalls mehr Männer, als man normalerweise annimmt.

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Autor: Volker Hepp, erstellt am 11. Juli 2010, 0 Kommentare

Die Elternfalle

In jeder Partnerschaft laden wir immer zum einen die persönliche Vergangenheit des Partners, aber auch die Geschichte seiner Eltern dazu ein, mit am Tisch zu sitzen. Ob wir das wollen oder nicht. Viele Verhaltensweisen, die wir so an den Tag legen, haben wir beim gleichgeschlechtlichen Elternteil ‘abgeschaut’ und irgendwann verinnerlicht, so dass es uns gar nicht mehr auffällt, dass das Verhalten ‘eigentlich’ nicht zu uns gehört.

Doch wie trennen? Indem ich mir zuerst einmal meiner normalen Handlungsabläufe bewußt werde. Indem ich mir meine Eltern anschaue und beobachte, wie diese zusammengelebt haben und/oder leben. Und welche Handlungsabläufe dort maßgeblich sind. Und dann vergleiche: Welches sind meine ureigenen Handlungen und welche habe ich übernommen. Und wie geht es mir mit den übernommenen Handlungsabläufen und Charaktereigenschaften und Zuschreibungen, wie ich als Mann oder Frau zu sein habe? Muss ich als Frau wirklich meine Aggression hinunterschlucken, nur weil meine Mutter das mir so vorgelebt hat?

Und muss ich mich als Mann wie ein Pascha verhalten, nur weil meine Eltern dieses Spiel gespielt haben? Ich bin mir sicher, dass Sie sehr sehr viele spannende Dinge an sich, Ihren Eltern, Ihrem Partner und dessen Eltern entdecken werden. Viel Spass dabei!

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Autor: Volker Hepp, erstellt am 8. Juli 2010, 0 Kommentare

Angst

Die Angst hat die Menschen schon immer beschäftigt, mittlerweile scheint sie aber ein dominanter Faktor unserer Gesellschaft zu werden. Auch im Kollegnkreis nehmen die Kunden zu, die wegen einer Angst-Problematik kommen. Die Gründe sind vielfältig: Angst vor Jobverlust, vor dem Verlassenwerden, vor der Einsamkeit, vor Bloßstellung und Blamage usw. Angst gab es seit Menschengedenken schon immer und Angst ist in gewissen Dingen heilsam, weil sie uns an unsere Grenzen erinnert und uns vor Schlimmen bewahrt. Und manchmal müssen wir die Angst überwinden, damit es weitergeht. Über die Grenzen steigen – mit allem, was dazu gehört – um auf einer anderen Seite anzukommen.

Was tun, wenn die Angst aber zunimmt und auch nicht eindeutig lokalisierbar ist?  Probate und oft gesellschaftlich anerkannte Mittel z.B. sind Aktionismus, Hyperaktivität und Machtstreben, die allesamt über die Angst hinwegtäuschen und durch ihre Geschwindigkeit die Angst nicht mehr spüren lassen. Weitere Bewältigungsmechanismen können Suchtverhalten,Gewohnheiten & Zwänge sein, um durch “rituelle” Handlungen Angst zu vermeiden. Motto: “Wenn ich X mache, dann passiert Y nicht”. Auch psychosomatische Krankheiten ‘lenken’ gerne von der Angst ab.

Richtig wirksam sind diese Bewältigungsmechanismen nicht – sie verlangen meistens einen immer stärker werdenden Reiz. Je nachdem, welche Ausmaße die Angst schon angenommen hat, empfehle ich auf jeden Fall den Besuch beim Arzt und/oder Therapeuten. Coaching alleine kann hier nicht helfen. Oft aber lohnt es sich, hier bewusst langsamer zu werden – also die bisherige Bewältigungsstrategie zu verlassen – um durch die Verlangsamung überhaupt die Zeit zu haben, zu schauen und zu spüren, was dann hinter der Angst erscheint. Um dann mit diesen eventuell neuen Informationen einen neuen Lösungsweg zu finden. Angstfreies Leben ist möglich!

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Autor: Volker Hepp, erstellt am 5. Juli 2010, 1 Kommentar