Sex ist etwas Normales in unserem Leben. Prangt an jedem Zeitungsständer, im Internet, im TV. Vieles ist irgendwie sexualisiert: Wer mit wem und wie? Eigentümlicherweise hört zumindest das Reden über Sex dann auf, wenn es in eine feste Partnerschaft geht. Es wird zum Tabuthema. Und manchmal auch zur Existenzkrise einer Partnerschaft. Und manchmal auch zum schweigenden Staunen über das, was man selbst in der Sexualität gerne haben möchte und was nicht.
“Let`s talk about Sex” kann eine Partnerschaft wiederbeleben. Mehr Klarheit verschaffen über das, was der Partner möchte, was ihm derzeit fehlt und wie er eine erfüllte Sexualität erleben kann. Und gleichzeitig beginnt bei der Diskussion darüber auch eine Erforschungsreise ins eigene Ich – Was verstehe ich unter Sexualität, wie hätte ich sie denn gerne erlebt? Spannende Fragen, vor allem vor dem Hintergrund, dass bei den meisten Partnern die Sexualität auch deshalb ins Erlahmen kommt, weil man sich zu sehr auf den Partner und dessen Wünsche konzentriert und die eigenen Körperwahrnehmungen gerne außen vor lässt….
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Autor: Volker Hepp, erstellt am 2. Juli 2010, 2 Kommentare
Hinter vieler Aggression bei Vorgesetzten steckt Unsicherheit. Unsicherheit in Bezug auf die eigene Rolle und auf die Position des Mitarbeiters. Laut einer Untersuchung der University of Southern California steigt die Aggressionsbereitschaft gegenüber Mitarbeitern dann exponentiell an, wenn sich ein Vorgesetzter inkomptent und unsicher fühlt. Meistens in seiner Sandwich-Position: Oben einen eigenen Vorgesetzten, unten die Mitarbeiter.
Typische Fragen, auf die er Antworten finden muss sind: Wie gehe ich mit dem Druck um, den ich von oben bekomme? Wie gehe ich mit den Erwartungen meiner Mitarbeiter um? Wie gehe ich mit den Dingen um, die ich nach beiden Seiten nicht erfüllen kann? Wo bleibe ich in diesem Spiel?
Ein mögliches Mittel als Gegenstrategie: Positive Rückmeldungen über die Kompetenz des Vorgesetzten geben. Egomassagen nennt sich so was dann neudeutsch. Wirkt oft, aber nicht immer. Und wenn Sie davon betroffen sind – holen Sie sich Hilfe, wenn Sie alleine nicht weiterkommen.
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Autor: Volker Hepp, erstellt am 29. Juni 2010, 0 Kommentare
Lange Zeit hat die Psychotherapie irgendwo herumgestochert. Bei Sigmund Freud angefangen und ziemliche viele Wendungen und auch Irrungen genommen. Und bei manchen die schale Erkenntnis zurückgelassen, dass blosses Wissen und ‘darüber reden’ keine Veränderung bei grundlegenden Dingen hervorrufen können. Absolut wohltuend für mich und meine Kunden empfinde ich derzeit den Trend, der aus der Neurobiologie kommt und mittlerweile auch den ein bißchen sperrigen Begriff der Bioverhaltenswissenschaften miteinschließt und neue Erklärungmodelle hervorbringt.
Beiden gemeinsam ist es, dass sie z.T. über bildgebende Verfahren und das Wissen um die Körpervorgänge Dinge immer besser und einleuchtender erklären können. Und mittlerweile auch andere Gehirnteile adressieren und miteinschließen, als den rein kognitiven Verstand, mit dessen Hilfe wir zwar Veränderungen schaffen können, uns aber zunehmend schwer damit tun.
Und über diese biochemischen Erklärungsansätze auch neue Möglichkeiten der Veränderungen schaffen, Zusammenhänge und Lösungsmöglichkeiten aufzeigen. Und es geht immer wieder um Affektregulation: Also die vielleicht heute bessere Reaktion auf Ereignis X, auf das ich seit 20 Jahren mit Verhalten Y reagiere. Weil diese Reaktionen manchmal aus Zeiten her stammen, aus denen die Menschen noch keine Reflexionsfähigkeit hatten und sich nun über neue emotionale Erfahrungen auch neue Handlungsweisen erfahrbar machen können.
Und genau das ist spannend! Neue Handlungsoptionen zu bekommen für mehr Wahlmöglichkeit im eigenen Leben. In jeder Situation. Beispiele für diese Situationen gibt es viele. Auch im normalen Coachingkontext immer wieder mit erstaunlichen Ergebnissen, z.B. in Situationen, in denen man sich durchsetzen muss und dies aus irgendeiner Blockade heraus nicht kann.
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Autor: Volker Hepp, erstellt am 26. Juni 2010, 0 Kommentare
Viele werden ja seit Kindesbeinen darauf “gedrillt” ruhig und angenehm zu sein, nicht aufzufallen, sich anzupassen bis zu einem gewissen Grad der Unsichtbarkeit im Sinne der Tarnkappe von Daniel Düsentrieb. Damit wir nicht stören, damit die Erwachsenen ihr Ding durchleben können und genau dann ihre Ruhe haben, wenn sie sie möchten. Dafür werden die Kinder dann gelobt, für Unruhe gemassregelt und geschimpft. Was sich daras entwickelt ist “Ich bin ok, wenn ich ruhig bin und mich nicht zeige”.
Und manchmal sucht man sich einen Partner, der genau das fördert und einen verstummen lässt. Die Probleme regel ich dann mit mir selbst, ich kann ja meinen Partner nicht damit belasten. Vor allem, wenn es sich bei den Problemen dann noch um das ‘Heiße Eisen’ der Sexualität handelt. Zum Beispiel. Und irgendwann sieht man sich dann als absolute Spaßbremse und sucht – gut gelernt – die Schuld bei sich selbst. Nur weil der eigene Expansions- und Lebendigkeitsdrang in der Kindheit sehr sehr eingegrenzt wurde.
Dabei kann es in einer Partnerschaft nur dann gut weitergehen, wenn jeder Teil seine Expansion ausleben kann. Und dazu ist manchmal eine gewisse Portion ‘Zumutung’ notwendig. Ich mute mich meinem Partner so zu, wie ich mich gerade fühle und wie ich gerade bin. Und wenn Sie das bisher eher nicht schaffen: Versuchen Sie mal 5 Minuten Zumutung täglich und steigern Sie Ihre Dosis. Für mehr Lebendigkeit. Ihre Lebendigkeit!
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Autor: Volker Hepp, erstellt am 23. Juni 2010, 1 Kommentar
Es gibt Zeiten, von denen man von vornereherein weiss, dass sie stressig werden. Dass man an seine Grenzen der Belastungsfähigkeit kommt. Und nicht ausweichen kann, weil es eben so ist. Letztens habe ich irgendwo so ein paar Abschalterituale gelesen, die vielleicht dem einen oder anderen ganz gut tun, beim runterkommen von einem stressigen Arbeitstag oder in Zeiten von bewußter Überlastung kleine Hilfestellungen sein können, um gut durch diese Zeit durchzukommen
- Auf Nahrung aufpassen: Kein Kaffee, kein bzw. wenig ALkohol, kein bzw. wenig Nikontin, wenig essen am Abend
- Schlafzimmer kühl halten, auf Fernsehen verzichten, das Bett nur zum Schlafen nutzen
- Kleines Einschlafritual erfinden und feste Zeiten für Einschlafen und Aufstehen etablieren
- Körperliche Aktivität tagsüber hilft, kein Mittagsschlaf tagsüber
- Wenn man nachts nicht schlafen kann oder Wachperioden hat – konsequent aufstehen und vielleicht einen Grübelstuhl oder eine kleine Klagemauer etablieren
Und wenn das nichts hilft oder lindert – gehen Sie zum Hausarzt!
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Autor: Volker Hepp, erstellt am 20. Juni 2010, 0 Kommentare