Aushalten oder gehen?

Letztens erreichte mich ein Mail einer Klientin, die schon länger in einer Beziehung feststeckt, von der sie weiß, daß sie ihr nicht gut tut und nie guttun wird, da beide Partner ziemlich inkompatibel sind. Bisher war es ihr zu stressig, auszuziehen und wieder etwas Eigenes zu tun. Und sie weiß, dass sie ausziehen wird und sie weiß, daß sie länger dazu braucht, als vielleicht andere Menschen, die spontaner und schneller eine Entscheidung in die Tat umsetzen.

Und ich denke, daß es mit diesem Wissen vollkommen ok ist, in einer solchen Beziehung zu bleiben und vielleicht das aufzunehmen, was einen hier in genau dieser Beziehung besonders stresst (ich gehe davon aus, dass das einer der roten Fäden sein könnte) und in dem verharren schaut, inwieweit ich es schaffe, mein eigenes Verhalten zu verändern. Zu modifizieren. Bei dieser Klientin ist es die Abgrenzung innerhalb der Beziehung – sich nicht mehr alles gefallen lassen, rechtzeitig Stop sagen lernen und bei allem darauf zu achten, dass der eigene Selbstwert nicht angekratzt wird. Und diese Lernaufgaben lernt man nur in Be-Ziehung, im Leben.

Nicht in Büchern, nicht in Aufstellungen, nicht in Seminaren oder im Coaching. Das sind alles nur begleitende Maßnahmen, die unterstützen können, die gegebenenfalls neue Impulse geben können, aber das Laufen lernt man direkt im Leben. Und die Beziehung lernt man in der Beziehung.

Persönliche Sinnkrise? Lebens-Neuorientierung? Berufliche Veränderung? Für einen persönlichen Termin rufen Sie mich unter 08143 – 99 266 76 an, schicken mir ein Mail oder tragen  sich in meinen kostenlosen Newsletter ein, um meine Arbeit besser kennen zu lernen!

Autor: Volker Hepp, erstellt am 2. Februar 2010

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