Es ist nie zu spät…
erstellt am 18. Juni 2009
Es ist nie zu spät, eine glückliche Kindheit zu haben, heisst das Buch von Ben Furman, ein finnischer Psychiater und Psychotherapeut, der sich vor allem mit Kurzzeittherapie einen internationalen Namen gemacht hat. In seinem o.g. Buch räumt er auf mit dem Mythos, dass eine ungünstige Kindheit automatisch auch eine ungünstige weitere Lebensentwicklung nach sich zieht. Eine Richtung, der ich nur zustimmen kann, wobei er hier für mich zu ausschließlich argumentiert und die Auswirkung von traumatischen Ereignissen in der Kindheit “herunterspielt”.
Dennoch ein guter Ansatz, der vor allem auf die positiven Ressourcen abzielt, die man aus der Überwindung von negativen Erlebnissen ziehen kann, dazu ein paar “Weisheiten” von ihm aus seinem o.g. Buch:
- Schätze es, wie Du Schwierigkeiten in Deinem Leben überwunden hast.
- Siehe Probleme, die Dir begegnet sind, als Prüfsteine, die Dich als Mensch weitergebracht haben.
- Merke Dir die Ressourcen, die in Dir und um Dich sind; es gibt mehr davon, als Du ahnst.
- Schätze Deine Entwicklung und Deine Erfolge und richte Deine Aufmerksamkeit auf Zeichen, die dafür sprechen, dass Du auf dem richtigen Weg bist.
- Sei Dir bewusst, was Du vom Leben erwartest und Dir von der Zukunft wünscht. Wünsche haben die Neigung, wahr zu werden, aber kein Wind ist günstig für ein Schiff, das kein Ziel hat.
- Glaube daran, dass Du eine gute Zukunft verdient hast. Wenn die Vergangenheit schwer war, um so eher hast Du sien verdient.
- Sei barmherzig mit Dir selbst und denke daran, Du bist nicht allein: es lohnt sich die Senfkörner zu suchen, auch wenn man sie nicht findet
Die “Wahrheit” wird wohl wieder irgendwie in der Mitte liegen – zwischen der Aufarbeitung der Traumen ohne Kartharsis und den Ressourcen, die Ben Furman auf runden 100 Seiten beschreibt.
Tags: Eltern, Frauencoaching, Kindheit, Männercoaching, Verantwortung · Beiträge abonnieren
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