Handlungsfähig bleiben
Egal in welchem Ihrer Lebensbereiche Sie gerade untwegs sind, für mich ist die eigene Handlungsfähigkeit ein zentraler Angelpunkt der erwachsenen Existenz. Also weg vom “Ich werde” und hin zum “Ich tue”. Auf Beziehung gemünzt – statt darauf zu warten, was der andere Partner macht, achte ich darauf, daß ich nach meinen Wünschen agiere und nicht “reagiert werde”. Das “Ich werde” ist Ihnen ja eh bekannt aus den Kindheitstagen, damals war es Ihnen noch nicht möglich eigenständig zu sein und Ihre Eltern hatten das Sagen.
Das war damals. Heute sind Sie erwachsen und können handeln.
Was mir immer wieder in den Coachings auffällt ist, dass diese Trennung zwischen damals und heute nicht scharf gezogen bzw. oftmals nicht bewusst ist. Ich reagiere in meinen Beziehungen aus einem unbewussten kindlichen Antrieb heraus und ärgere mich dann als Erwachsener über das Ergebnis oder den Verlauf. Eine Möglichkeit, sich hier selbst auf die Schliche zu kommen, ist zuallererst Achtsamkeit. Achtsamkeit auf sich selbst, auf meine Handlungen. Beobachtenderweise. Nur wahrnehmen: “Ach, jetzt verhalte ich mich so ….”, “aha, jetzt mache/denke ich das …..” sind die ersten Schritte, vielleicht aufgeschrieben, die Ihnen helfen, sich selbst besser kennen zu lernen, die Eigenheiten herauszuarbeiten und dann – mit dieser Kenntnis – wieder auf den Busfahrerplatz Ihres Lebensbuses zu kommen. Und das gilt natürlich nicht nur für Ihre Beziehungen.
Autor: Volker Hepp, erstellt am 20. Februar 2010
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