Männer und Insolvenz
erstellt am 14. März 2009
Durch den Suizid von Adolf Merkle wieder ein bißchen mehr in den Vordergrund gerückt – Männer und Arbeit und natürlich auch männliches Scheitern und männliches Gewinnen. Daraus entspann sich im Forum Männer-Auszeit ein fruchtbarer Dialog mit verschiedenen Facetten.
- Definieren sich Männer immer noch vorrangig über ihre Arbeit?
- Was passiert sonst noch, wenn die berufliche Existenz eine “Delle” erhält – mit dem Freundeskreis, der Beziehung und….?
- Welche Bewältigungsstrategien gibt es nach einem solchen Aus?
Ebenso wie die persönlichen Erfahrungen geht es darüber hinaus natürlich auch weiter. Wie zum Beispiel unsere Gesellschaft mit dem beruflichen Scheitern umgeht? Oder ob man(n) darüber nicht spricht, und Adolf Merkle ein prominenter Einzelfall ist.
Thomas Gesterkamp hat mit Dieter Schnack schon 1998 das Buch “Hauptsache Arbeit” darüber geschrieben, mit Beobachtungen, die heute immer Gültigkeit haben und letztendlich geht es um die individuelle Definition des eigenen Seins – nicht wer bin ich, sondern was bin ich! Und wie weit bestimmt die tägliche Arbeit – der Job, der Beruf – das Denken, Leben und die Freizeit.
“Arbeitslosigkeit ist zu einer Angelegenheit geworden, die jeder mit sich selbst auszumachen hat. Erwerbsarbeit ist für die meisten Männer ein so wesentlicher Bestandteil ihrer Existenz, dass sie die Entlassung als persönliche Niederlage erleben. Der Verlust der Arbeitsstelle ist für sie auch deshalb ein Trauma, weil sie sich im Gegensatz zu Frauen nicht auf Hausarbeit und/oder Kindererziehung zurückziehen können.” ist eine der Textpassagen aus dem Buch “Hauptsache Arbeit”. Lesen lohnt sich. Gerade jetzt und heute.
Tags: Adolf Merkle, Krankheitszahlen Männer, Männer das schwache Geschlecht, Männer im Berufsleben, Männergesundheit, Suizid · Beiträge abonnieren
Kommentar schreiben