Männer und Schmuck

Männer und Schmuck ist ja fast so etwas wie ein Tabuthema. Bis auf einen Siegelring oder Ehering gibt es wenig Schmuck an Männern hierzulande. Wobei der Körperschmuck = Tattoos da manchmal ausgeprägter zu sein scheint. Ein Mann, der sowohl das Tattoo als auch den Schmuck lebt und liebt ist Patrik Muff. Ich kenne ihn seit meiner Kölner Zeit, als er in meiner absoluten Nähe im Belgischen Viertel das Königswasser hatte, eine legendäre Kneipe.

Patrik kam 1998 nach München, ich zwei Jahre später. Ich lernte ihn dann wieder kennen, als er gerade in Trennung war, ich auch. Und er machte mir einen wundervollen Ring nach meinen Vorstellungen, mit Material, das ich nicht mehr brauchte und mit seiner unnachahmlichen Bildsprache. Danke nochmals dafür. Und letztens auf einer privaten Party wurde ich von Robert Lutz auf meinen Rind angesprochen, er hielt seinen hoch – unverkennbar Patrik. Man er-kennt sich und ihn in seiner Arbeit.

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Autor: Volker Hepp, erstellt am 30. Juni 2009

1 Kommentar zu „Männer und Schmuck“

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    Kommentar von Ulf von Quillfeldt

    Weil es so gut dem Beitrag “Männer und Schmuck” passt,hier Einblick in eine historische Quelle der “Schmuck-Feindlichkeit. Der Text spricht für sich, deshalb: kein Kommentar:
    Der Stadtpfarrer von Gerabrunn schreibt 1900 in “Gedanken über christliche Kinderzucht,dem deutschprotestantische Volke dargeboten”: “… Einfachheit ist denn auch das beste Hilfsmittel, um die Kinder vor dem Laster der Eitelkeit und Putzsucht zu bewahren. Es ist eines der bedenklichsten Zeichen der Zeit, daß wir heutzutage so viele Männer haben, welche in geckenhafter Putzsucht mit den Weibern wetteifern … muß es das Ziel einer vernüftigen Erziehung sein, die Eitelkeit, wo sie sich im Kinde regen will, mit aller Macht niederzuhalten und zu dämpfen … Wer an diesen Dingen sein Wohlgefallen hat, eitel ist, der wird dadurch verleitet, überhaupt in äußerer Zustutzung, in modegemäßer eleganter Form, in affenmäßiger Zier nicht nur Vorzüge, sonder gar den Wertmesser für die Beurteilung des Menschen suchen … Wir kennen die Verwüstungen, welche die Eitelkeit im Gemüts-Geistes-und Gewissensleben des Menschen anrichtet und wir möchten vor solchen Verwüstunen den Paradiesgarten des Kinderherzens bewahrt wissen. Was sind das doch für ärmliche Männer, deren ganzer Sinn auf modische Krawatten und Busennadeln, auf den neuesten Hosenschnitt und allenfalls auf gutes Bier gerichtet ist …”

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