Ruhig mal eine Zumutung sein
erstellt am 23. Juni 2010
Viele werden ja seit Kindesbeinen darauf “gedrillt” ruhig und angenehm zu sein, nicht aufzufallen, sich anzupassen bis zu einem gewissen Grad der Unsichtbarkeit im Sinne der Tarnkappe von Daniel Düsentrieb. Damit wir nicht stören, damit die Erwachsenen ihr Ding durchleben können und genau dann ihre Ruhe haben, wenn sie sie möchten. Dafür werden die Kinder dann gelobt, für Unruhe gemassregelt und geschimpft. Was sich daras entwickelt ist “Ich bin ok, wenn ich ruhig bin und mich nicht zeige”.
Und manchmal sucht man sich einen Partner, der genau das fördert und einen verstummen lässt. Die Probleme regel ich dann mit mir selbst, ich kann ja meinen Partner nicht damit belasten. Vor allem, wenn es sich bei den Problemen dann noch um das ‘Heiße Eisen’ der Sexualität handelt. Zum Beispiel. Und irgendwann sieht man sich dann als absolute Spaßbremse und sucht – gut gelernt – die Schuld bei sich selbst. Nur weil der eigene Expansions- und Lebendigkeitsdrang in der Kindheit sehr sehr eingegrenzt wurde.
Dabei kann es in einer Partnerschaft nur dann gut weitergehen, wenn jeder Teil seine Expansion ausleben kann. Und dazu ist manchmal eine gewisse Portion ‘Zumutung’ notwendig. Ich mute mich meinem Partner so zu, wie ich mich gerade fühle und wie ich gerade bin. Und wenn Sie das bisher eher nicht schaffen: Versuchen Sie mal 5 Minuten Zumutung täglich und steigern Sie Ihre Dosis. Für mehr Lebendigkeit. Ihre Lebendigkeit!
Tags: Eigene Expansion, Lebendigkeit, Partnerschaft, sich ok finden, sich zumuten, Zumutung · Beiträge abonnieren
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