Was uns derzeit bewegt
In den letzten Wochen häufen sich die “Klärungen” im Bekanntenkreis – Trennungen, Neuorientierung, Abschied von Althergebrachten und die Fragen nach dem “Wie geht es weiter, was wird 2008″. Es scheint an der stilleren, dunklen Jahreszeit zu liegen, dass diese Fragen wieder auftauchen und Klärung verlangen.
Wie schrieb meine Kollegin Tanja Konnerth in einem ihrer Newsletter: “Persönlichkeitsentwicklung heißt eben nicht, dass wir von Punkt A nach Überwindung diverser Hindernisse bei Punkt B ankommen und somit das Ziel erreichen”. Sie spricht weiterhin vom Zwiebelprinzip, irgendwo fangen wir in der äußeren Schale an, um immer tiefer einzutauchen und zu schauen, was uns gut tat, was uns heute gut tut und was uns vielleicht in Zukunft gut tun wird.
Eine andere Metapher wäre die der Häutung, ähnlich wie Schlangen ihr Kleid wechseln, so ist wohl auch bei Menschen ab und an eine Häutung angesagt, um seine Haut wieder den veränderten Lebensbedingungen anzupassen. Mein Kollege Johann Bertele sagt bei solch eine Gelegenheit “Die Seele ist in der Reinigung bzw. Waschmaschine”.
Ich glaube, wenn man selbst diese Zeit als eine Art Ich-TÜV versteht, bei dem es darum geht, seine Werte, Ziele, Existenz, Sein zu überprüfen und Justierungen – sofern diese notwendig sind – vorzunehmen, gibt es der Zeit einen wohltuenden und positiven Anstrich
Ach ja – am 08. Dezember schließen wir den Reigen unserer System- und Familienaufstellungen für 2007. Wir haben noch den einen oder anderen Platz für Sie.
Autor: Volker Hepp, erstellt am 20. November 2007
27. November 2007um21:29
oder, endlich bewegt sich was – alles hat zwei Seiten und jede hat ihre Berechtigung. Wir dürfen uns entscheiden auf welcher Seite wir stehen wollen. Äußerlich erscheint es natürlich erschreckend, schon wieder trennt sich ein Paar, die Scheidungsstatistiken tun ein Übriges, ein Bild zu karrikieren das aussieht, als wäre nichts mehr im Lot. Ich selbst bin seit 8 Jahren geschieden, damals habe ich gesagt, das Chaos ist in mir – aber auch das Leben. Und ich habe begonnen zu leben, vorher war ich da, hauptsächlich für die anderen. Immer versucht es allen Recht zu machen, mit dem Ergebnis, wo bin ich geblieben? Heute kann ich da stehen, meine Meinung sagen und vertreten, traue mich auf zu stehen, wenn die anderen sitzen bleiben, aber nicht weil ich mich hervortun will, sondern weil ich etwas zu sagen habe. Aus meiner heutigen Sicht sind noch viel zu viele Männer und Frauen in Beziehungen verbunden, welche die Bezeichung “Beziehung” gar nicht erst verdienen. Beziehungen aus Versorgungsgründen, Angst alleine nicht zurecht zu kommen, der Kinder wegen, der Nachbarn wegen, was weiß ich weswegen noch alles. Was ist Liebe? Sich zu trauen, loszulassen und seinen Weg zu gehen, um der Liebe doch noch zu begegnen? Zusammen zu bleiben, wenn die Liebe verbindet, dann können ALLE Differenzen gelöst werden, ohne Liebe geht gar nix! Ein Blick in die Gesichter der Menschen läßt ahnen, wieviel Liebe da ist, schau einem Menschen in die Augen und du weißt ob er liebt. Liebe heißt sich selber treu sein, den anderen lassen und einander respektieren, dann ist ein gemeinsamer Weg gangbar, das nenne ich heute Beziehung – und solche Beziehungen werden selten geschieden, alle anderen sollten entweder loslassen oder sich bewußt werden, was eine Beziehung zu einem andern Menschen sein kann – neben unserem Leben das größte Geschenk was wir in der Gestalt des menschlichen Körpers erfahren können!
Ich bin jeden Tag dankbar für meine heutige Beziehung!
Des Menschen Wille ist sein Himmelreich – wir bekommen was wir wollen – so ist es gemeint von der Schöpfung!
Herzlichst
Martin Ottenloher
28. November 2007um08:20
Ich denke, es ist sehr viel Angst vor dem Alleinsein, alleine nicht zu bestehen, die hindert, aus ungesunden Begegnungen herauszutreten und sich neu zu orientieren. Gruss, Volker Hepp