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Welche Lieblingswerkzeuge haben Sie im Alltag?

Wir Menschen sind in vielen Situationen unseres Lebens wie ein Handwerker, dessen Lieblingswerkszeug der Hammer ist: Wir sehen überall nur Nägel, schnappen unseren Hammer und lösen das Problem mit ihm. Mal mit weniger, mal mit mehr Kraftanstrengung. Mit weniger Kraftanstrengung dann, wenn wirklich ein Nagel das Problem löst – mit mehr Kraftanstrengung, wenn eigentlich zur passenden Schraube der Schraubenzieher oder Akkuschrauber sinnvoller wäre.

Woher kommt dieser Hammer-Reflex? Meine Hypothese: Irgendwann in unserem Leben haben wir eine „Überlebensstrategie“ festgelegt, mit der wir automatisch auf die Herausforderungen im Leben reagieren. Je öfter wir diese positiv anwenden können, desto öfter verwenden wir sie intuitiv: Unsere unbewusste Kompetenz schlägt zu! Das ist an sich nichts Negatives, es sei denn, diese Strategie wurde schon früh in unserem Leben gebildet und ist nicht mehr situationsadäquat. Wie zum Beispiel, wenn der Akkuschrauber mehr helfen würde. Oder warum nicht gleich eine Hilti nehmen?

Wenn die bisherigen Werkzeuge versagen?

Erste Reaktion auf eine heftigere Herausforderung: Wir versuchen es mit noch mehr Nachdruck. Immer und immer wieder. Ganz schön kräftezehrend. Und kann auch sehr schnell zur Verzweiflung führen: Wenn ich meine Herausforderungen aktuell nicht mehr mit den gewohnten Mitteln bewältigen kann. Anstatt die Wahl der zur Verfügung stehenden Werkzeuge (Verhaltensstrategien) zu überprüfen, um vielleicht eine passendere Auswahl zu treffen. Das erfordert natürlich die Erkenntnis, dass das Werkzeug aktuell nicht weiterhilft. Und zweitens den Mut, sich im “Baumarkt des Lebens” auch mal andere Werkzeuge im Sortiment anzuschauen. Beides ist nicht einfach. Und führt oft erst einmal zur Verunsicherung – wie immer, wenn etwas Neues in unser Leben tritt.

Sollten Sie, wenn Sie an sich runterschauen, einen Hammer entdecken, dann steht vielleicht ein etwas längerer Blick in Ihre Werkzeugkiste an. Um sich dem zur Verfügung stehenden Verhaltensrepertoire bewusst zu werden. Und um mit Bedacht bei jeder neuen Herausforderung die Wahl des passenden Werkzeugs bewusst zu prüfen.

Und wenn Sie alleine nicht weiterkommen – meine Frau und ich helfen Ihnen gerne dabei!

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