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Warum stehen bleiben manchmal die richtige Vorgehensweise ist?

Warum stehen bleiben manchmal die richtige Vorgehensweise ist?

Wenn ich mich so umschaue, dann ist Geschwindigkeit immer gut, Stillstand ist Tod und alles dazwischen geht gar nicht. Und ja, Leben ist auf Wachstum ausgerichtet, nicht auf Stillstand. Und dennoch stellt sich mir manchmal die Frage, ob das Tempo, das ich so an den Tag lege, gut für mich ist. Da ist der Manager, der 120 Menschen unter sich hat. Mit dem ich gerade unter anderem herausarbeite, dass Mittagessen gut ist. Und zwar in Ruhe eingenommen, nicht schnell zwischen zwei Meetings. Und dass es mit 60 Wochenstunden Arbeit eben 20 Stunden zu viel sind, wenn 40 Wochenstunden im Arbeitsvertrag verankert sind.

Oder der Firmeninhaber, der es in den letzten 20 Jahren zu vielen Erfolgen und Wohlstand gebracht hat. Selbständig mit 50 Mitarbeitern. Und jetzt langsam erkennt, dass die viele Arbeit, die viele Leistung vielleicht doch nur eine Kompensation war. Eine Kompensation und Flucht vor dem, was er in seiner Ehe nicht wahrhaben wollte. Flucht in die Arbeit also, vormals eher ein männliches Phänomen – mittlerweile bei beiden Geschlechtern weit verbreitet. Meine These: Wären beide im Laufe der Zeit etwas langsamer unterwegs gewesen, etwas mehr stehen geblieben – dann wären bestimmte Missstände im eigenen Leben schon früher aufgefallen.

Stehenbleiben ist Müßiggang für die Seele

Und dem dem Müßiggang auch die notwendige Auszeit, um sich und seinen Standpunkt wieder klar zu bekommen. Bevor man “stehen geblieben wird” durch äußere Umstände, Unfälle, Krankheiten und vielem mehr. Immer mal wieder zu fragen, ob das alles noch so stimmt. Zur eigenen Lebensplanung passt. Zu den derzeitigen eigenen Bedürfnissen. Und welche Schritte denn zur Zeit anstehen? Oder vor welcher Entscheidung ich mich denn gerade drücke. Denn – eigentlich wissen die meisten Menschen ganz gut, was sie brauchen und was nicht. Nur überdeckt die Rastlosigkeit oft diese Bedürfnisse. Oder die Lautstärke der eigenen Bedürfnisse ist zu leise eingestellt, damit man nicht “auf dumme Gedanken” kommt. Das Ende vom Lied: Je mehr ich im außen bin, desto weniger bekomme ich von meinem Innern mit. Das geht eine ganze Zeit vielleicht gut. Aber nicht ewig.

Ich freue mich auf einen Boxenstopp mit Ihnen.

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