Vom ewigen Hoffen

“Beim nächsten Mann/Frau wird alles anders” heißt ein populäres Buch für die vielen Singles in Deutschland. “Wenn ich nicht zufrieden bin, dann wechsel ich den Job” ist die Alternative im beruflichen Kontext und spätestens ab dem 40ten Lebensjahr fragen sich viele “War das denn schon alles, oder gibt es noch einen Nachschlag?”.

Was hinter allen drei Beispielen steckt ist das Prinzip Hoffnung. Ernst Bloch hat 3 Bände dazu geschrieben. Harter Tobak.

Im Hoffen steckt auch das Wort Hoffnungslosigkeit, sagte immer wieder eine Lehrerin von mir. In der Tat. Was mir persönlich an der Hoffnung fehlt, ist die aktive Teilnahme und das aktive Verändern-Wollen desjenigen, der da hofft. Hoffen wird oft mit “Hilfe von außen” gleichgesetzt. Was ja prinzipiell ok ist, wenn man sie sucht, sie sich nimmt und dann seine Schritte alleine weitergeht.

Im Hoffen steckt aber auch sehr oft der – verständlich – kindliche Wunsch nach Erfüllung durch andere. Meistens – damals zumindest – durch die Eltern. Heute werden diese durch den Arbeitgeber, die Beziehung, die Freunde usw. ersetzt. Der kindliche Wunsch ist ok. Doch meistens ist man heute schon erwachsen. Dem kindlichen Wunsch er-wachsen. Und hofft immer noch. Irgendwie scheint die Zeit stehen geblieben zu sein.

Und – alles kommt von außen, alles muß extra von außen dazugeholt werden. Schlechte Ressourcen. Die machen abhängig – von außen, von anderen. Ich mag Ressourcen, die sofort und unmittelbar greifbar sind, wenn sie gebraucht werden. Ein Ausweg – Sie handeln. Genau Sie. Zur Hoffnung gehören konkrete Schritte. Und konkrete Schritte können nur Sie selbst machen. Mit vielleicht ein bißchen Hilfestellung von außen, aber laufen müssen Sie selbst.

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