Veränderungswille und Disziplin im Coaching

Veränderungswille und Disziplin im Coaching

Veränderungswille und Disziplin – im Coaching immer wieder ein schwieriges Thema. Auf der einen Seite genau zu entdecken, was ich eigentlich verändern möchte. Auf der anderen Seite zu erörtern, warum dieses heute ungeliebte Verhalten irgendwann mal gut war. Immer schneller beiläufig zu bemerken, wann genau ich auf diese Verhaltensressource wieder zurückgreife. Und dann – genau vor diesem Punkt irgendwann in der Lage zu sein, stehen zu bleiben und zu schauen, wie ich denn statt dessen handeln möchte. Viele meiner Kunden wollen beides auf einmal: Entdecken und verändern. Wird schwierig. Schwierig deshalb, weil wir vieles von unseren Verhaltensweisen schon sehr lange in uns haben. Und die meisten als Autopilot laufen. Sprich wir bekommen sie gar nicht mehr mit. Es braucht dann also eine gewisse Zeit, um zu bemerken, wann ich mich wie verhalte.

Veränderungswille und Disziplin: Beides gehört zusammen

Und dann kommen wir zum zweiten Punkt: Disziplin. Und zwar die eigene Disziplin. Wir verwechseln das oft mit dem Gehorsam aus unserer Jugend und haben eine Abneigung dagegen entwickelt. Dabei geht es um Selbst-Gehorsam – ich gehorche mir und dem, was ich möchte! Kleiner Unterschied. Nicht die Eltern, Lehrer usw. sagen mir, wo ich gehorchen muss, sondern ich sage mir das selbst. Und entwickle daraus eine Disziplin, die es mir erlaubt, auch dran zu bleiben. Und dran bleiben muss ich, wenn ich mich verändern möchte.

Ganz einfach deswegen: Wenn Sie meiner Hypothese zustimmen, dass viele unserer Verhaltensweisen schon lange in uns sind. Dann gehören sie irgendwie zu uns, sind Teil von uns. Und nun geht es darum, neues Verhalten zu lernen und in unser Leben zu integrieren. Ist dann so etwas wie Lehrjahre oder ein Studium. Und beide Arten der Ausbildung dauern. Und genau das ist Disziplin. Im Alltag zu bemerken, was ich verändern möchte. Immer schneller erkennen: Vorsicht, altes ungeliebtes Verhalten. Stehen zu bleiben, nicht automatisch unterwegs zu sein. Um dann zu entscheiden, welchen neuen Weg ich stattdessen gehen möchte.

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